
Hochglanzoberfläche erzielen
Während des Schleifens stellten wir fest, dass innere Spannungen im Material verhinderten, dass die Platten vollständig eben waren, was ein Problem darstellte.
Herausforderung des Kunden
Ein langjähriger Kunde von Eurol stand vor der Herausforderung, eine Hochglanzoberfläche auf Edelstahlplatten zu erzielen, die als Teil eines Tanks verwendet wurden. Der Kunde schickte diese lasergeschnittenen Werkstücke direkt zur Polierwerkstatt, was zu zahlreichen Problemen führte. Warmgewalzter Edelstahl weist viele Oberflächenunregelmäßigkeiten und Vertiefungen auf, die durch Polieren allein nicht entfernt werden können.

Ansatz von Eurol
Nach sorgfältiger Analyse fertigte Eurol Testmuster von Schleifbändern an und testete den Schleifprozess auf einer Costa-Kontaktschleifmaschine. Beginnend mit grober Körnung und schrittweise mit immer feineren Körnungen erreichten wir eine optimale Oberflächenglätte. Für das Schleifen von Edelstahl verwendeten wir Schleifbänder mit Gewebeunterlage von Körnung 40 bis 180. Von Körnung 180 bis 600 setzten wir Agglomerat-Schleifbänder ein. Diese stellen eine der neuesten Innovationen in der Schleiftechnik dar. Agglomerat-Schleifbänder bieten zahlreiche Vorteile gegenüber herkömmlichen Schleifmitteln. Sie werden auf Kontaktschleifmaschinen eingesetzt, wenn eine möglichst lange Standzeit des Schleifbands erforderlich ist.
| Körnung | Bandtyp |
|---|---|
| #40 | Hartes Gewebe, Zirkonkorund |
| #80 | Hartes Gewebe, Zirkonkorund |
| #120 | Hartes Gewebe, Zirkonkorund |
| #180 | Agglomerat |
| #240 | Agglomerat |
| #320 | Agglomerat |
| #400 | Agglomerat |
| #600 | Agglomerat |
Agglomeratkörner auf Schleifbändern sehen sehr grob aus, sind jedoch eher für feinere Körnungen vorgesehen. Die Schleifkörner werden durch ein spezielles Verfahren zu größeren Körnern kombiniert. Dadurch befinden sich viele einzelne Schleifkörner in einem größeren Korn, was bedeutet, dass auf einer bestimmten Oberfläche deutlich mehr Schleifkörner vorhanden sind als bei einem herkömmlichen Schleifband. Infolgedessen schleifen Agglomerat-Schleifbänder bis zu fünfmal länger als konventionelle Schleifbänder. Das folgende Bild zeigt den Vergleich zwischen einem Agglomerat-Schleifband und einem klassischen Schleifband.

Probleme während des Schleifprozesses
Während des Schleifens stellten wir fest, dass innere Spannungen im Material verhinderten, dass die Platten vollständig eben waren. Die Lösung bestand darin, die Oberflächen ausreichend zu schleifen, um sie zu glätten. Dies ist jedoch ein sehr zeitaufwendiger Prozess. Eine alternative Lösung war das mechanische Planfräsen mit einer Fräsmaschine. Das Schleifen unebener Oberflächen führt zu keiner gleichmäßigen Oberfläche, wodurch das anschließende Polieren sehr zeitaufwendig wird. Zusätzlich erhitzten sich die Werkstücke bei feinen Körnungen stark, weshalb wir ein Wasserbad zur Kühlung einsetzten.
Ergebnisse und Verbesserungen
Trotz des Erfolgs stellten wir fest, dass der Schleifprozess zu zeitaufwendig und materialintensiv war. Nach sorgfältiger Analyse empfahlen wir dem Kunden, die Platten nach dem Laserschneiden zunächst mit einer Fräsmaschine zu bearbeiten. Dies ermöglicht eine deutlich flachere Oberfläche und reduziert den Schleifaufwand erheblich. Die Fräsmaschine hinterlässt eine sehr glatte Oberfläche, vergleichbar mit einer Schleifoberfläche mit Körnung 180. Der Kunde musste anschließend nur noch von Körnung 240 bis 600 schleifen.
Dadurch konnten fast 50 % der Schleifzeit und der damit verbundenen Kosten eingespart werden.
Fazit und Kundenzufriedenheit
Der Kunde war mit unserer Beratung sowie mit dem Endergebnis äußerst zufrieden. Die Beratung und Prozessoptimierung von Eurol verkürzten die Bearbeitungszeit erheblich und reduzierten gleichzeitig die Produktionskosten.